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Bauzeit richtig finanzieren: Bereitstellungszinsen, Miete und Teilauszahlungen

Die kurze Antwort

Während der Bauzeit zahlt die Bank Ihr Darlehen in Teilbeträgen nach Baufortschritt aus. Für den noch nicht abgerufenen Teil verlangt sie nach einer zinsfreien Zeit Bereitstellungszinsen. Diese freie Zeit lässt sich gegen einen kleinen Zinsaufschlag verlängern, was sich beim Neubau oft lohnt. Planen Sie außerdem ein, dass Miete und Kreditzinsen eine Zeit lang gleichzeitig anfallen. Tilgungsfreie Anlaufjahre federn das ab.

Stand: 1. November 2026

Heiko Georg ist zertifizierter Fachberater Baufinanzierung (Frankfurt School of Finance & Management) in Schwanewede bei Bremen und begleitet seit über 35 Jahren Bauherren in ganz Deutschland bei der Finanzierung ihres Neubaus, bankenübergreifend und auf Wunsch mit Beratung bei Ihnen zu Hause.

Auszahlung nach Baufortschritt

Ihre Bank zahlt das Darlehen in Teilbeträgen aus, jeweils wenn ein Bauabschnitt fertig ist. Dafür reichen Sie Rechnungen oder einen Bautenstandsbericht ein. Zinsen zahlen Sie nur auf den bereits ausgezahlten Teil. Je weiter der Bau fortschreitet, desto höher wird also Ihre monatliche Belastung.

Bereitstellungszinsen: der Preis fürs Warten

Für den Teil des Darlehens, den Sie noch nicht abgerufen haben, verlangen Banken nach einer zinsfreien Zeit Bereitstellungszinsen. Wie lang diese freie Zeit ist, unterscheidet sich von Bank zu Bank. Beim Neubau ist sie oft knapp, weil Bauzeiten sich gern verlängern.

Mein Tipp aus der Praxis: Die bereitstellungszinsfreie Zeit lässt sich gegen einen kleinen Zinsaufschlag verlängern. Bei einem Neubau lohnt sich das oft, denn wenn sich der Bau verzögert, werden Bereitstellungszinsen schnell teurer als der Aufschlag.

Miete und Kredit gleichzeitig

Bis zum Einzug zahlen die meisten Bauherren weiter Miete, während schon Zinsen für die ersten Teilauszahlungen anfallen. Diese Doppelbelastung sollten Sie von Anfang an einplanen. Viele Banken und auch die KfW bieten tilgungsfreie Anlaufjahre an. In dieser Zeit zahlen Sie nur Zinsen, was die Bauzeit spürbar entlastet.

Ein Puffer für Mehrkosten

Mein Tipp aus der Praxis: Ich plane die Darlehenssumme lieber etwas großzügiger. Viele Banken erlauben, dass Sie je nach Bank 10 bis 15 Prozent des Darlehens gar nicht abrufen müssen, ohne dafür eine Entschädigung zu zahlen. So haben Sie einen Puffer für Mehrkosten am Bau und müssen später nicht mühsam nachfinanzieren.

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Häufige Fragen

Was sind Bereitstellungszinsen beim Neubau?

Zinsen, die die Bank für den noch nicht abgerufenen Teil des Darlehens verlangt, sobald die vereinbarte zinsfreie Zeit abgelaufen ist.

Kann man die bereitstellungszinsfreie Zeit verlängern?

Ja. Viele Banken verlängern die bereitstellungszinsfreie Zeit gegen einen kleinen Zinsaufschlag. Beim Neubau lohnt sich das oft, weil Bauzeiten sich gern verzögern.

Zahle ich während der Bauzeit schon Zinsen?

Ja, aber nur auf den bereits ausgezahlten Teil des Darlehens. Mit jedem Bauabschnitt steigt deshalb die monatliche Belastung.

Wie überbrücke ich Miete und Kreditrate während der Bauzeit?

Planen Sie die Doppelbelastung von Anfang an ein. Tilgungsfreie Anlaufjahre, die viele Banken und die KfW anbieten, senken die Belastung, weil zunächst nur Zinsen anfallen.

Was passiert, wenn das Geld am Ende des Baus nicht reicht?

Dann muss nachfinanziert werden, oft zu schlechteren Bedingungen. Heiko Georg plant die Darlehenssumme deshalb lieber etwas großzügiger, da viele Banken erlauben, je nach Bank 10 bis 15 Prozent nicht abzurufen.

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